Pressemitteilungen

Aktuelle Pressemeldungen in den täglichen Artikeln.
 
Pressemitteilung vom 25.06.2012

Ein Bauamt in Preußen

Da fühlte sich jemand getroffen, könnte man denken, wenn man Bundesverkehrsminister Peter Ramsauers (CSU) polternde Antwort Ende letzter Woche auf Nachfrage des rbb-Inforadios: "Gehen Sie zum Feuerwehrmeister im Landkreis Dahme- oder sonstwie. Wiedersehen!" hörte. Angesprochen wurde er zur aktuellen Stellungnahme des Bauordnungsamtes im Landkreises Dahme-Spreewald im Bezug auf dessen Zweifel an Einhaltung des nächsten Eröffnungstermins zum 17. März 2013. Die Behörde hatte Bedenken und Hinweise gegeben, da ihr die mangelnde Abarbeitung der Probleme auffiel.

Nicht nur, dass Bundesminister Ramsauer offensichtlich rudimentäre Kenntnisse zu den involvierten Landkreisen des geplanten Flughafens BER besitzt, nein, er nimmt die Arbeit der dortigen Amts- und Behördenmitarbeiter offenbar nicht ernst.

Ein "Feuerwehrmeister" ist oft eine äußerst wichtige und entscheidende Person, wenn es um das Retten von Menschenleben geht. Gern würdigt Politik und Staat deren aufopferungsvolle und meist ehrenamtliche Arbeit bei erfolgreichen Einsätzen. Das nun ein, in den Augen der hohe Bundespolitik, sich in den Weg legendes Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald, als nicht für Nennenswert erachtet wird, sollte Verkehrsminister Ramsauer den Menschen erklären.

Zu vergessen scheint er weiterhin, das der Bund selbst zu einem Drittel neben den Ländern Berlin und Brandenburg Miteigentümer des Flughafens BER-Schönefeld ist. Zudem sitzt Rainer Bomba, Staatssekretär in Ramsauers Ministerium im oft kritisierten Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft (FBB) als Mitglied. Aber das in diesem Gremium oft Details nicht so ernst genommen werden, weiß man aus der Vergangenheit. Umso wichtiger ist, das Behörden und auch Feuerwehrmeister dennoch versuchen, Schaden abzuwenden und nicht in ihrer Arbeit diskreditiert werden.

In Augen vieler betroffener Bürger und den Bürgerinitiativen spiegelt Ramsauers Verhalten erneut die Arroganz der Macht und das Ignorieren von Fakten und Tatsachen wieder: "Wenn dort so unprofessionell weitergemacht wird, ist uns um die Fluglärmentwicklung Bange. Allerdings sei es äußerst Schade um die verbrannten Millionen. Da hilft leider kein Brandschutz" so André Organiska, Sprecher der BI Gosener Wiesen.


Kontakt
André Organiska
Sprecher
Bürgerinitiative Gosener Wiesen
www.bi-gosener-wiesen.de
Eichwalder Str. 34
15537 Gosen
Tel.: 03362-881882
Fax: 03362-881716
0171-2173608


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Pressemitteilung vom 27.04.2012

Grosses Interesse an Erkneraner Infoveranstaltung

Bis auf den Parkplatz der Stadthalle standen Besucher der Info-Veranstaltung am 26.04. in der Erkneraner Stadthalle. Rund 250 Besucher aus Erkner und den umliegenden Gemeinden informierten sich in der gemeinsamen Informationsveranstaltung der BI Gosener Wiesen und der BVBB-Ortsgruppen Erkner und Gosen-Neu Zittau über den aktuellen Stand und die zu erwartenden Belastungen ab dem 3. Juni zur Eröffnung des BER Flughafens Berlin-Brandenburg in Schönefeld. Unter den Anwesenden befanden sich Kommunalpolitiker, Bürgermeister und Stadtverordnete aus den betroffenen Gebieten der LOS-Seengebiete sowie Mitglieder weiterer Bürgerinitiativen aus Müggelheim, Wernsdorf, Grünheide und Schmöckwitz.

Unter dem Motto "38 Tage bis zur Eröffnung - Was kommt auf uns zu?" haben Thomas Schölzchen, Mario Hausmann, Gerfried Bienert und Dr. Thomas Hübert Sachverhalte erläutert. Der rbb berichtete live in seiner TV-Nachrichtensendung. Von Planung der Flugsysteme über Schallschutz und Antragsverfahren sowie Ausblick auf die Zukunft bis zu wirtschaftlichen Aspekten des Flughafens ging es in den Beamerbegleiteten Präsentationen. 

Als wichtiger Punkt kristallisierte sich die Tatsache heraus, dass der Nachweis der Betroffenheit durch Fluglärm nur durch Messungen der Schallereignisse erfolgen kann. Der Chef des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung (BAF) Prof. Dr. Nikolaus Herrmann hatte anlässlich der Verkündung der Flugrouten am 26. Januar 2012 in der Bundespressekonferenz in Berlin, die Einbindung von Messwerten auch fremder, nichtflughafeneigener Stationen in das nun einjährige Lärmmonitoring nach Eröffnung des Flughafens angekündigt. Bisher streubt sich jedoch die Flughafengesellschaft dagegen und installiert lediglich innerhalb der bereits festgelegten Tag- und Nachtschutzgebiete feste Messstationen. Fremde Werte akzeptiert man bisher nicht. Hier ist eine Klärung notwendig, um die ohne Zweifel vorhandene Lärmbelastung z.B. in Erkner mit über 70 dB Schallpegel Schallschutztechnisch schützen zu können. So hat die BI Gosener Wiesen unlängst an den Staatssekretär im Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landwirschaft (MIL), Reiner Bretschneider, entsprechend seiner Zusage um Unterstützung und Klärung in Sachen Einbindung kommunal betriebener Messstationen in das Lärmmonitoring gebeten. DIe Antwort steht derzeit noch aus. Der Flughafen lehnt die Durchführung von Schallschutzmaßnahmen wie Fenster und Lüfter ausserhalb der nur durch Berechnung erzeugten entschädigungsfähigen Gebietsgrenzen ab. Da kommt es mehrfach vor, dass z. B. in der Nahe Erkner gelegenden Gemeinde Gosen-Neu Zittau zwei nebeneinander stehende Gebäude mal mit Schallschutz versorgt werden und das andere nicht.

Bürgerinitiative Gosener Wiesen
André Organiska
Thomas Schözchen
Sprecher
Eichwalder Str. 34
15537 Gosen-Neu Zittau
Tel.: 03362-881882
Fax: 03362-881716
eMail: info@bi-gosener-wiesen.de
www.bi-gosener-wiesen.de


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Pressemitteilung vom 31.01.2012

Thomas Nord (LINKE) stellt sich den Fragen zum Flughafen

Am Freitag, den 3. Februar um 12 Uhr wird sich Thomas Nord, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE, den Fragen von betroffenen Bürgern und Vertretern von Bürgerinitiativen, Gruppen und Vereinen zum Thema Flughafenstandort, Ausbau und Auswirkungen stellen.

Unlängst begrüßte Thomas Nord die Einrichtung eines runden Tisches und stehe in Kontakt mit Saskia Ludwig (CDU): "Trotz bereits stattfindender intensiver Diskussionen in zahlreichen Kommissionen und anderen Gremien könne ein runder Tisch durchaus eine weitere Möglichkeit zur Erörterung der Probleme sein, allerdings geht es nunmehr weniger um weitere Debatten, sondern vor allem um Lösungen", so Thomas Nord. "Der Erfolg eines runden Tisches in diesem Sinne ist maßgeblich davon abhängig, inwieweit die tatsächlichen Entscheidungsträger einschließlich der im Bund beteiligten Regierungsparteien an ihm teilnehmen. Ansonsten wecken seine Ergebnisse Hoffnungen, die dann nicht erfüllt werden können und für neuen Unmut sorgen" führte er weiter aus. Sollten es zu einem solchen Treffen kommen, wäre es notwendig, beispielsweise über eine Änderung des Luftverkehrsgesetzes zu reden, mit dem Ziel, bei der Festlegung von Verfahren zur Abwicklung des Luftverkehrs nach der Sicherheit dem nächtlichen Lärmschutz Priorität vor wirtschaftlichen Belangen einzuräumen.

Ort: 15537 Gosen-Neu Zittau,
OT Gosen, Brandenburgraum, Storkower Str. 9 (Hinter Märkischen Hof Gosen)
Beginn: 03.02.12, 12 Uhr
http://bi-gosener-wiesen.blogspot.com/2012/01/thomas-nord-mdb-linke-stellt-sich-den.html

Eingeladen zum o.g. Termin sind Pressevertreter und Vertreter von allen Vereinen, Gruppen und Bürgerinitiaiven.


André Organiska
Sprecher
BI-Gosener-Wiesen
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Eichwalder Str. 34
15537 Gosen
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FAX: 03362-881716


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Pressemitteilung vom 17.01.2012

Termin: "Gosener Pressegespräch" - Thomas Nord, MdB (DIE LINKE) lädt am 03.02.12 nach Gosen ein

Nachdem nun das Gutachten des Umweltbundesamtes (UBA) am 11.01.2012 bekannt wurde und die schriftliche Urteilsbegründung des Bundesverfassungsgerichtes zur Nachtflugentscheidung seit dem 16.01.2012 vorliegt, lädt Bundestagsabgeordneter Thomas Nord, MdB (DIE LINKE) zu einem Pressegespräch am 03.02.2012 um 12 Uhr nach Gosen. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die Flugrouten durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) bekannt gegeben worden sein.

Die südöstlich Berlins gelegene Gemeinde gehört zu den durch den neuen Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) am stärksten betroffenen Brandenburger Regionen. Die dortige "Bürgerinitiative Gosener Wiesen" kämpft gegen eine Doppelbelastung infolge An- und Abflüge, für die Einhaltung des Nachtflugverbotes von 22 bis 6 Uhr sowie gegen den Ausbau zum Drehkreuz am Standort Schönefeld. Ebenfalls stark macht man sich dort für die umfängliche Ausstattung aller Betroffenen mit Schallschutzmaßnahmen. Derzeit verläuft beispielsweise die Entschädigungsgrenze des Nachtschutzgebietes quer durch den Ort. "Dies sei nicht nachvollziehbar und akzeptabel", so ein Sprecher der Bürgerinitiative.

Thomas Nord hat seit den Bundestagswahlen 2009 das Mandat für den Landkreis Oder-Spree inne und vertritt die Interessen der Region im höchsten Parlament. "Die  Problemlage rund um den Ausbau des Flughafens Schönefeld sei ihm bekannt", betonte er bereits gegenüber der Gosener Bürgerinitiative. "Er stehe bereits mit verschiedenen Bürgerinitiativen der Region zu diesem Thema im Kontakt. Unlängst gab es dazu zum Beispiel im Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg mit der Ministerin Anita Tack ein Gespräch zum Thema Fluglärm. Die damalige PDS-Fraktion im Landtag Brandenburg hat über viele Jahre gegen den angedachten Standort Schönefeld argumentiert und politisch gekämpft." erklärte Thomas Nord im Vorfeld des Termins.

Im Dezember 2011 hat die Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag einen Antrag zum Luftverkehrsgesetz eingereicht. Durch eine Änderung des Gesetzes will man so dem Lärmschutz der Bevölkerung vor dem Hintergrund der gesundheitlichen Risiken, denen die Anwohner insbesondere im Umfeld der Flughäfen ausgesetzt sind, einen höheren Stellenwert gewähren. "Uns geht es darum, dem  nächtlichen Lärmschutz Priorität vor wirtschaftlichen Belangen einzuräumen" so Thomas Nord. "Unabhängig davon setze man sich auch auf anderen Ebenen für die Änderung einiger Planungen und für bessere Lärmschutzmaßnahmen für die betroffenen Regionen und Bürgerinnen und Bürger ein".

Termin:
Pressegespräch Gosen mit Thomas Nord (DIE LINKE) MdB
Ort: Märkischer Hof Gosen, Saal, 15537 Gosen-Neu Zittau, Storkower Str. 5
Zeit: 03.02.2012, Beginn: 12 Uhr

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Pressemitteilung vom 06.01.2012

Gosen läßt messen - Flughafen erfasst Schallpegel für mindestens vier Wochen


Seit dem 5. Januar mißt der Flughafen Schönefeld mittels einer geeichten und gerichtsfesten Messstation den Schallpegel der Überflüge in Gosen. Die einzige flughafeneigene mobile Messstation steht nun für mindestens vier Wochen am gemeindeeigenen Gosener Sportplatz. Die Daten werden mittels Telefon-Simkarte an die Auswertungszentrale des Flughafens übertragen. In den Wintermonaten kann die Station nur mittels fester Stromversorgung betrieben werden, wohingegen in den frostfreien Zeiten des Jahres eine bordeigene Brennstoffzelle die Energieversorgung übernimmt.
Nach Ende der Messungen wird vom Flughafen eine Dokumentation erstellt. Sollte in den folgenden vier Wochen nur wenig Ostwind-Wetterlage herrschen und damit weniger lärmintensive Starts stattfinden, kann die Messung am Standort auch um ein bis zwei Wochen verlängert werden.

Die Messung vor Inbetriebnahme des neuen Flughafens BER Schönefeld hat laut Thomas Schölzchen, Sprecher der Gosener Bürgerinitiative, mehrere Ziele: So erkenne man den Unterschied in der Lärmbelastung vor und nach Inbetriebnahme von "BER Schönefeld" am 3. Juni 2012 und kann damit Änderungen klar nachweisen. Das ist möglich, da die Messung erneut an an gleicher Stelle mit gleichem Gerät im August 2012 stattfinden wird.
Somit erfolgt eine Erfassung und Auswertung aller relevanten Daten, f
ür die Einwohner nachvollziehbar und vom Flughafen anerkannt, von einer kalibrierten und geeichten Messstation. Da die Aufstellung knapp außerhalb des bisherigen Nachtschutzgebietes liegt, kann die Betroffenheit der gesamten Gemeinde Gosen-Neu Zittau nachgewiesen werden. 


André Organiska
Sprecher
Bürgerinitiative Gosener Wiesen
www.bi-gosener-wiesen.de
Eichwalder Str. 34
15537 Gosen-Neu Zittau
Tel.: 03362-881882
FAX : 03362-881716
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Pressemitteilung vom 09.12. 2011

Erfolgreiche Informationsveranstaltung am 9. Dezember in Gosen

Über 100 Anwesende verfolgten am 9. Dezember in Gosen den Ausführungen von Sprecherratsmitgliedern der Bürgerinititative Gosener Wiesen im Saal des Märkischen Hofes. Vom Bericht über bisherige Aktionen wie "Wowereits Baum will schlafen", die Arbeit der BI im Bündnis Südost und der BvBB-Diedersdorf Arbeitsgruppe sowie der Teilnahme an Demonstrationen bis hin zu geführten Gespräche bei Bürgermeistern und dem Landrat wurden Details erläutert. Gosens Ortsvorsteher und Fluglärmkommission- (FLK) Mitglied Thomas Schwedowski informierte aus der letzten FLK-Sitzung in Schönefeld.  Beamerpräsentationen, Videosequenzen und Kartenmaterial ergänzten die Vorträge. Für pointierte "Zwischenrufe" sorgte der Friedrichshagener Künstler Peter Waschinsky. Er sagte "Worte, die gesagt werden müssen". Viele Besucher kamen aus Nachbargemeinden wie z.B. Wernsdorf, Erkner, Müggelheim und Rahnsdorf. Ein Team des ZDF Länderspiegel begleitete die Veranstaltung. (Hier gehts zum Beitrag....)

Unzureichende Maßnahmen, wie der Einbau von Lüftern als Ersatz für geöffnete Fenster, sorgten für Gelächter unter den Anwesenden. Das die Betriebskosten und der Erhalt der Geräte auch noch in die Obhut der Hauseigentümer übertragen werden soll, empfanden viele als unzumutbar. "Generell sind Wärmedämmkriterien der Energieeinsparverordnung mit diesen Geräten nicht erfüllt", so Rainer Lenck von der Bürgerinitiative. "Der Stand der Technik ist heutzutage ein anderer" führte er fort. Ein Besucher bemerkte dazu "dann wird man eben vom andauernden Lüftergeräusch nicht schlafen können". Die infolge rechnerischer Ermittlung gezogenen Nachtschutzgebietsgrenzen wirken willkürlich. Sie gehen quer durch den Ortsteil Gosen. Da kann schon mal die linke Doppelhaushälfte Schallschutzmaßnahmen finanziert bekommen, die rechte dagegen nicht.

Als brandaktuelle Information wurde bekannt gegeben, dass ab dem 5. Januar 2012 die Flughafeneigenen mobile Lärmmessstation im Gosener Norden für vier Wochen aufgestellt und Daten sammeln wird.

Da die Entscheidung des Leipziger Bundesverwaltungsgerichtes zum Nachtflug nur noch durch Klage beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe angegangen werden kann, wurde um Spenden gebeten. Die kalkulierten Kosten für diesen durch die Kanzlei Boermann aus Berlin und der Stuttgarter Kanzlei Zuck übernommenen Mandate werden bei 70.000 Euro liegen. Die Klageführung erfolgt durch bisherige Kläger des BvBB e.V.. Die meisten Bürgerinitiativen unterstützen finanziell diesen Klageweg. Bisher sind dort 60.000 Euro zusammengekommen. Sollte die Klage erfolglos bleiben, steht der Weg zum Europäischen Menchengerichtshof in Straßburg frei. Hier wäre dann die gesamte Planung des Flughafens auf dem Prüfstand. Weitere Kosten in Höhe von 50.000 Euro kommen dann auf die Kläger zu.

"Grundsätzlich ist ein geschlossenes Auftreten aller Bürgerinitiativen das Ziel", betonte Thomas Schölzchen vom Sprecherrat. Unabhängig von naturgemäß vorhandenen Interessen und Befindlichkeiten, wie es bei den Flugrouten teilweise leider noch der Fall ist, müssen die Gemeinsamkeiten herausgestellt werden. Das sind Nachtflugverbot, die Verhinderung eines weiteren Ausbaus sowie umfängliche Schallschutzmaßnahmen für alle Betroffene. Die BI Gosener Wiesen wird sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einsetzen.

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Pressemitteilung vom 21.11.2011

Go west - via Brandenburg


Berliner Koalitionsvertrag soll Fluglärm nach Brandenburg verschieben - Diskussionsabend mit Staatssekretär Rainer Bretschneider im Woltersdorfer Rathaus

Nun ist die Katze aus dem Sack. Unter Führung von Klaus Wowereit und Frank Henkel haben SPD und CDU in Berlin den Koalitionsvertrag formuliert. Die nächsten Jahre wird die Hauptstadt von einer rot-schwarzen Koalition regiert. So weit so gut. Nach dem Willen der Koalitionäre wird der Vertrag auch Auswirkungen auf das Brandenburger Umland haben. Denn ein Abschnitt widmet sich explizit dem neuen Großflughafen „Willy Brandt“ vor den Toren der Stadt.

Sprach der gültige Planfeststellungsbeschluss noch von einem regionalen Single-Airport mit nur begrenztem Umsteigeranteil, so ist davon im Koalitionsvertrag keine Rede mehr. Dem Flughafen soll nun ohne wenn und aber zum Erfolg verholfen werden. Noch nicht in Betrieb, bekennen sich SPD und CDU bereits zu dessen weiterem Ausbau, sobald das Verkehrs-aufkommen dies erfordert. Ein leistungsfähiges und wirtschaftliches internationales Drehkreuz soll am stadtnahen Standort Schönefeld entstehen, ungeachtet der Tatsache, dass die Brandenburger Landes-SPD erst kürzlich auf ihrem Parteitag den Ausbau am derzeitigen Standort mit Blick auf die Belastungen für die Anwohner ausgeschlossen hat. 

Die Berliner und Brandenburger dürfen sich damit also auf weitere Start- und Landebahnen mit entsprechendem Fluglärm über ihren Wohngebieten freuen. Indes wird den Bürgern, die in unmittelbarer Nähe des Flughafens wohnen, im Koalitionsvertrag eine schnelle und unbürokratische Bearbeitung ihrer Anträge auf Schallschutzmaßnahmen versprochen. Wie diese aussieht, dürfen die ersten Antragsteller derzeit erleben, wenn ihnen Billiglösungen angeboten werden, deren Übereinstimmung mit geltenden Bauvorschriften wie der Energieeinsparverordnung zumindest fragwürdig sind, die Baugenehmigungen ihrer Häuser und Wohnungen dabei akribisch überprüft werden und man ihnen mit der Unterschrift auf dem vorgefertigten Antrag gleichzeitig eine Verzichtserklärung auf alle weiteren Ansprüche gegen die Flughafenbetreiber abnötigt.

Überflüge des Stadtgebietes über den Müggelsee wollen die künftigen Koalitionäre nicht hinnehmen und fordern eine Prüfung von Alternativen. Wie diese aussehen sollen wird auch gleich deutlich gesagt. Nicht etwa andere Berliner Stadtgebiete sind gemeint, nein, nördlich oder südlich von Gosen also geradewegs nach Brandenburg sollen alle startenden Maschinen fliegen. Da aber die meisten von ihnen nun mal in Richtung Westeuropa unterwegs sind, müssen sie nach dem Start von der Nordbahn in Richtung Osten so schnell wie möglich wenden. Davon haben dann auch die großen Brandenburger Umlandgemeinden etwas. Noch bevor sie an Höhe gewinnen, werden die Flieger, kräftig gasgebend, über Erkner, Schöneiche, Woltersdorf und Neuenhagen in Richtung Westen eindrehen. Egal, Hauptsache am Müggelsee bleibt es ruhig. Dann kann der alte und neue Berliner Kultursenator Wowereit vielleicht demnächst mit dem Müggelseeanwohner und Müggelseeroutengegner Leander Haußmann bei einem Cappuccino über dessen künftige Filmprojekte plaudern, ohne sich unangenehme Fragen gefallen lassen zu müssen.

Ob die Bürgermeister der Brandenburger Nachbargemeinden ihren Bürgern dann ähnlich gelassen gegenübertreten können, um ihnen das Dilemma zu erklären, bleibt indes fraglich. Wird Schöneiches Bürgermeister Heinrich Jüttner beispielsweise noch immer darauf vertrauen können, dass nördlich des neuen Großflughafens keine Flüge stattfinden, wie es seiner Gemeinde einst im Planfeststellungsverfahren versprochen wurde? Auch die Stadt Erkner soll nach dem Willen der Berliner Koalitionspartner als direkter Nachbar Gosens künftig zur verlängerten Startbahn des Großflughafens und damit doppelt belastet werden. Sollen doch über die Gosener Wiesen bereits alle Landeanflüge zum künftigen Großflughafen „Willy Brandt“ aus Richtung Osten donnern. Um dem Brandenburger Umland wenigstens einen Teil der Überflüge und damit die Doppelbelastung zu ersparen, sollen nach derzeitiger Planung einige der startenden Maschinen über den Müggelsee geführt und so eine halbwegs gerechte Lärmverteilung erreicht werden. Daraus soll nach dem Willen der Berliner Koalitionäre jedoch möglichst nichts werden.

Keinerlei Reaktion kommt dazu bisher von der Brandenburger Landesregierung, Ministerpräsident Platzeck und Infrastrukturminister Vogelsänger. Letzterer hat  bekanntlich in der Region um Erkner seinen Wahlkreis. Leider ist Herr Vogelsänger meistens abgetaucht wenn es um das Thema Flughafen geht und überlässt das Feld seinem Staatssekretär Rainer Bretschneider. So muss sich dieser, stellvertretend für seinen Dienstherrn, auch am kommenden Donnerstag im Rathaussaal von Woltersdorf den Fragen der Bürger stellen. Auf Einladung von Bürgermeister Dr. Vogel wird er sich dort in einer öffentlichen Diskussion den Fragen der Bürger stellen. Beginn ist um 18.00 Uhr. Mit Blick auf die Forderungen im Berliner Koalitionsvertrag verspricht die Veranstaltung interessant zu werden.

Thomas Schölzchen
Mitglied im Sprecherrat der
Bürgerinitiative Gosener Wiesen – gegen Fluglärm!
Tel.: 03362-881882
www.bi-gosener-wiesen.de


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Pressemitteilung vom 07.11.2011
Aufruf an alle derzeitig und zukünftig Fluglärmgeschädigten!
Liebe Mitstreiter in Potsdam, Havelseen, Kleinmachnow, Berlin, Stahnsdorf, Zeuthen, Wildau, Neuenhagen, Schöneiche, Köpenick, Königs Wusterhausen und anderswo !

Nach dem Gezerre um die Schönefeld-„Fluchrouten“ und dem aus unserer Sicht Skandalurteil in Leipzig, gilt es erst recht zusammenzustehen.

Wollen wir unsere Nachtruhe von 22 – 6 Uhr noch retten, dann müssen sich jetzt alle Bürgerinitiativen, Gruppen und Einzelpersonen über alle Vorbehalte hinweg zusammentun und die angestrebte Klage vor dem Bundesverfassungsgericht und evtl. dem Europäischen Menschenrechtsgerichthof ideell und /oder finanziell unterstützen.

Wenn wir das Nachtflugverbot nachhaltig verbessern, wird sich kein Drehkreuz und keine dritte oder gar vierte Start- und Landebahn rechnen. Ganz abgesehen vom Imageschaden für die Befürworter, egal ob Parteien, Wirtschaft und Gerichte.

Sie haben unsere vollste Unterstützung. Wir unterstützen ebenso die noch laufenden Schauplätze wie Demonstrationen, Restitutionen und Volksinitiativen.

Bringen Sie sich mit Ihren Ideen und Meinungen ein. Der BvBB kann nicht alles allein führen, will und wird es nach eigenem Bekunden auch nicht (http://www.bvbb-ev.de/index.php/de/wir-ueber-uns/spenden.html).

Wir rufen Sie auf, kommen Sie am Mittwoch, den 09.11.2011 um 19 Uhr nach Schloß Diedersdorf und machen die angestrebte Klage zu einer Volksinitiative aller Bürgerinitiativen in Berlin und Brandenburg. Es ist ein entscheidender Termin!

Mit herzlichen Grüßen von den Gosener Wiesen !

BI Gosener Wiesen
André Organiska
Sprecherrat

info@bi-gosener-wiesen.de
Tel.: 03362-881882

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Pressemitteilung vom 27.10.2011
Wowis Baum - "Beamte dürfen keine Geschenke annehmen"

Gosen-Neu Zittau/ Berlin

"Beamte dürfen keine Geschenke annehmen", so wehrte sich Senatskanzleivertreter Bodo Mende gegenüber der Gosener Bürgerinitiative gegen Fluglärm während der versuchten Übergabe des am 12.10. in Gosen ausgegrabenen Mammutbaumes. Der Referatsleiter Flughafen Schönefeld sagte weiterhin, dass auch "Herr Wowereit weder über Routen noch die Anzahl der Nachtflüge bestimmen könne. Dies läge bei den entsprechenden Behörden nebst den jeweiligen Abwägungen. Man nehme jedoch den Protest zur Kenntnis". Über 80 Anwesende die mit insgesamt 40 Fahrzeugen anreisten, fanden diese Aussage nicht überzeugend. Anwesende Neuenhagener und Schöneicher Vertreter machten laut ihrem Unmut Luft. Mende weiter: "Klaus Wowereit hat niemals eine Route favorisiert sondern lediglich die verschiedenen Varianten in die Abwägung geschickt. Die Entscheidung wird Anfang 2012 fallen. Dann könne man sich auch um die entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen bemühen".

Ursprüngliche hatte Wowereit selbst vor einem Jahr vier Mammutbäume in den Gosener Wiesen, im größten Naturschutzgebiet Berlins gepflanzt. Die Gosener haben nun ein Exemplar in Erwartung der künftigen Umweltbelastungen durch den Flughafen Schönefeld ausgegraben um ihn Klaus Wowereit zurückzuschenken. Nur so konnte ein Verenden des Baumes in den Gosener Wiesen verhindert werden, so die Bürgerinitiative.

Der bunt mit roten und gelben Bändern, Plakaten und Fahnen geschmückte Autocorso begann am Nachmittag des 26. Oktober an der Holzmarktstraße. Die angemeldete Protestdemonstration wurde durch die Polizei begleitet und der Verkehr gesperrt. Gegen 15:45 Uhr traf der Tross dann am Roten Rathaus in der Jüdenstraße ein. Hier wurde dem Vertreter Wowereits ein großer Brief mit erläuternden Worten zur Situation übergeben. Thomas Schölzchen, Sprecher der "Bürgerinitiative Gosener Wiesen" verlas den Inhalt. Darin bekräftigt man, dass eine Doppelbelastung in Form von ohnehin stattfindenen Anflügen durch nun auch noch geplante Abflüge über die Region Gosener Wiesen nicht zumutbar sei. Ortschaften wie z.B. Gosen-Neu Zittau, Erkner, Schöneiche, Woltersdorf wären dadurch massiv betroffen. Da ohne Frage der Flughafen Realität werden wird, ist hier ein offensives und ausreichendes Schallschutzprogramm für ausdrücklich alle Betroffene eine weitere Forderung des Schreibens. Der Ausbau zu einem Drehkreuz oder gar einer gemutmaßten dritten oder gar vierten Startbahn wird darin ebenso abgelehnt. Und nicht zuletzt ist die Einhaltung eines Nachtflugverbotes zwischen 22 und 6 Uhr unumgänglich.

Im Anschluss trug Peter Waschinsky selbst gedichtete ironische Texte vor. Selbst Senatsvertreter Mende konnte sich das Schmunzeln und den Applaus nicht verkneifen. "Ein Wecken durch Wowereits Weckdienst werden wir nicht dulden", mahnte der Gedichteschreiber in seinem Beitrag. Nunmehr steht der sich wieder in Obhut der Bürgerinititive befindene Mammutbam erneut in Gosen und wird einen mahnenden Ehrenplatz sowie wieder festen Boden unter den Wurzeln bekommen. Er soll zukünftig an die Entscheidungen der Politiker erinnern. Sprecher der Bürgerinitative André Organiska kündigte an, dass bereits weitere ungewöhnliche Aktionen in Planung seien.

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Pressemitteilung vom 13.10.2011

"Wowereits Baum" wurde ausgegraben und gesichert

Dem Aufruf der "Bürgerinitative Gosen Wiesen" (www.bi-gosener-wiesen.de) folgten am Nachmittag des 12. Oktober 2011 ca. 60 Einwohner und Gäste. Sie wohnten der Ausgrabung eines 2,50 Meter hohen und 150 kg schweren Mammutbaumes unter dem Motto "Wowis Baum soll leben" bei.

Der nun gesicherte Mammutbaum wird in einer weiteren Aktion am 26.10.2011 ab 15 Uhr in einem Autocorso zum Roten Rathaus verbracht. Die Demonstration wurde bei der Berliner Polizei angemeldet. Startpunkt ist der Mittelstreifen der Holzmarktstrasse an der Jannowitzbrücke in Berlin-Mitte. Gegen 16 Uhr erfolgt dann die Übergabe an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit am Roten Rathaus, Jüdenstrasse.
Die Ausgrabung und Übergabe des Baumes steht für die Verdeutlichung der zukünftig drohenden Belastung durch Lärm und Abgase für Mensch und Natur im Zusammenhang mit An- und Abflügen des Flughafens BER Schönefeld. Da z.B. Mammutbäume ein Alter von bis zu 4.000 Jahren und eine Höhe von 100 Metern erreichen können, war die Maßnahme des Schutzes durch unserer Initiative unumgänglich.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit pflanzte genau ein Jahr zuvor im "Urpflanzenhain" des Freilandloberes Kaniswall in den Gosener Wiesen vier Stück dieser Baumart. Mittlerweile wurde vom Regierenden die "Gosener Wiesen Route" für bisher geplante 122 tägliche Starts bei Ostwind in die Prüfung bei Fluglärmkommission (FLK) und
Deutscher Flugsicherung (DFS) gegeben. Diese Wettersituation stellt sich an ca. 30 Prozent der Tage im Jahr ein. Somit soll eine Verschonung der durch FLK und DFS empfohlenen Müggelseeroute erreicht werden. Da jedoch im Gegensatz zum Müggelsee über der Region Gosener Wiesen bereits die Landeanflüge an allen anderen Tagen des Jahres sowie Starts von bis zu weiteren 60 schweren Maschinen und eine Route von Flugzeugen mit Propellerantrieb vorgesehen ist, käme es zu einer Doppelbelastung der Anwohnern und Erholungssuchenden. Belastet wären dann Karolinenhof, Müggelheim, Gosen-Neu Zittau, Wernsdorf, Erkner, Woltersdorf, Rüdersdorf und Schöneiche. Zu Recht hat daher die FLK und DFS neben technischen Gründen, in Ihrer Empfehlung berücksichtigt, die Starts über den Müggelsee zu führen und nicht die Region Gosener Wiesen mehrfach zu belasten. 
 
Weiterhin werden wir Nachtflüge in den Zeiten zwischen 22 und 6 Uhr und den Ausbau zu einem Drehkreuz am Standort des Flughafens Schönefeld auch weiterhin nicht akzeptieren. Eine Entschädigung aller Betroffenen und vollfinanzierte Lärmschutzmaßnahmen im umfänglichen Ausmaß stellt ebenso eine Forderung unserer Bürgerinitative dar.


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Pressemitteilung vom 17.09.2011

Große Resonanz bei Konstituierung der Bürgerinitiative "Gosener Wiesen"

Knapp 300 Besucher zog es am 16. September 2011 in den Märkischen Hof Gosen zur konstituierenden Versammlung der Bürgerinitiative Gosener Wiesen. Der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal bot den kurz vor 19 Uhr Eintreffenden nur noch Stehplätze. Bürgermeister Horst Buch drückte seine Freude über die überwältigende Anzahl von Besuchern aus. "Wir als Gemeinde unterstützen das Vorhaben der Bürgerinitiative ausdrücklich, nun müssen die Menschen tätig werden, um die gewünschten Ziele zu erreichen", so Bürgermeister Horst Buch in seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung. 


Die Informationen zur aktuellen Situation verfolgten die Anwesenden aufmerksam anhand zweier Beamer-Präsentationen sowie erläuternder Ausführungen durch Gründungsmitglied André Rohland aus Gosen. Hier wurde u.a. auf ein Interview mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit vom 09.08.2011 Bezug genommen. Darin sagte er, "dass bei der Route über die Gosener Wiesen keine Bürgerinnen und Bürger belastet werden". Die Route wurde als Alternativroute durch die Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI) favorisiert und deshalb Wowereit unlängst vorgeschlagen. Anhand mehrerer Beispiele wurde den Anwesenden erläutert, mit welchen Zahlen und teilweisen Halbwahrheiten die FBI argumentiere. So ist bei allen Montagsdemos von 122 Überflügen pro Tag die Rede, jedoch die Anzahl der Tage wird den Montagsdemonstranten verschwiegen. Es betrifft lediglich 30 Prozent der Tage des Jahres, da hier Ostwind herrsche. Diese sollen nach Brandenburg geschoben werden, in die Region Gosener Wiesen, wo ohnehin bereits an den restlichen Tagen des Jahres Landeanflüge stattfinden. "Wir wollen kein Lärmklo werden", so hieß es in der Präsentation.

Auch die Stadt Erkner unterstützt leider diesen Vorschlag, wofür sich der Erkneraner Bürger Heinz Schäfer in seinem Wortbeitrag entschuldigte. "Ich schäme mich für das Verhalten meiner Stadt", so der Redner. "Er könne es nicht nachvollziehen, dass die Empfehlung der Fluglärmkommission (FLK) sowie der Deutschen Flugsicherung (DFS), eine Doppelbelastung durch An- und Abflüge zu vermeiden, ignoriert werde". Am Müggelsee soll nach dem Willen der FBI keinerlei Flugverkehr herschen, in der Region Gosener Wiesen dagegen zu den Anflügen auch noch die Starts hinzukommen. Unter dem Beifall der Anwesenden bekundeten mehrere Redner ihren Willen des Kampfes dagegen. Thomas Schwedowski, Gosens Ortsvorsteher und Mitglied der Fluglärmkommission (FLK), berichtete von seinen Erfahrungen und Erlebnissen bei den bisherigen Sitzungen des Gremiums. 

Anja Radaatz aus Karolinenhof erinnerte an die am 20. September 2011 vor dem Bundesverwaltungsgericht stattfindende Menschenkette. Hier beginnt die mündliche Verhandlung zum Thema Nachtflugverbot, wogegen der BvBB sowie 10 Einzelkläger rechtlich vorgehen. Präsenz sei hier wichtig, da hier die Flughafengesellschaft die eigenen Angestellten zu einer Gegendemo aufrief, "als Dienstreise und auf Kosten der Steuerzahler", so die Rednerin.


Joachim Schulze, Sprecher der Wernsdorfer Bürgerinitiative gegen Fluglärm, begrüßte die BI Neugründung in Gosen-Neu Zittau und bot seine  Unterstützung an. Im Vorfeld der Gründung hatten sich bereits neben einzelnen Bürgern auch weitere Bürgerinitiativen aus Zossen, Karolinenhof, Mahlow und Schöneiche positiv zur Konstituierung geäußert. Auch hier bot man Unterstützung an. "Nun kommt es darauf an, das Ganze zu bündeln und erfolgreiche Aktionen und Maßnahmen zum Erreichen der gesteckten Ziele zu planen und durchzuführen", sagte Sprecher André Organiska. "Ebenso ist die Verbindung zum Bürgerverein Berlin-Brandenburg (BvBB) ein weiterer Eckpfeiler des Handelns", fügte Thomas Schölzchen hinzu.  Er fuhr fort: "Nun sollten das Amt Spreenhagen sowie der Landrat des Landkreises Oder-Spree tätig werden. Letzterer muss eine moderierende Rolle zwischen der Gemeinde Gosen-Neu Zittau und der Stadt Erkner übernehmen". Der gewählte Sprecherrat besteht aus den fünf Mitgliedern André Organiska, Gudrun Regestein, Thomas Schölzchen, Rainer Lenck und André Rohland. Bereits in der kommenden Woche trifft sich dieser zur Planung weiterer Aktivitäten und Aktionen.

Während der Veranstaltung hatten sich 170 Bürger in Listen bereit erklärt, bei der Arbeit mitzuwirken und informiert zu werden. Es war ein großes Interesse am Thema zu verspüren.

Kontakt und Info:
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