Erkner gegen Lärm

L ä r m s t a d t  E r k n e rDie Stadt zwischen Bahnlärm-Fluglärm-Straßenlärm
 

Infoblatt der Ortsgruppe Erkner des Bürgervereins Brandenburg Berlin e.V.
Ausgabe März 2013


Rot-Rotes wahlkampftaktisches Theater ?
Die Schlagzeile des 19. Februar: „Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) erklärte am Dienstag in Potsdam, er wolle Verhandlungen über mehr Nachtruhe mit den anderen beiden Gesellschaftern des Flughafens, dem Bund und dem Land Berlin, aufnehmen, sobald der Landtag das Volksbegehren angenommen hat. "Ich werde mich bemühen, Regelungen zu finden, die am Ende für mehr Nachtruhe sorgen", versprach Platzeck.“ Da staunt der Bürger und reibt sich verwundert Augen und Ohren. Was ist denn jetzt mit Platzeck los? Warum ist Rot-Rot nun doch für‘s Nachtflugverbot von 22.00 - 06.00 Uhr? Was wird denn aus den Wettbewerbsnachteilen gegenüber den anderen Flughäfen? Was aus der Wirtschaftlichkeit des BER mit Nachtflugverbot? Was wird aus den vielen Aktenordnern voll mit Begründungen, warum die Nachtrandzeiten soooo.... wichtig für den BER waren?
Fragen, Fragen, Fragen?


Was hat diese Erklärung des Ministerpräsidenten zu bedeuten? Ein ehrliches Zugehen, auf die betroffenen Menschen? Der feste Wille seinen geleisteten Amtseid, (Zitat „Ich schwöre, dass ich meine ganze Kraft dem Wohle der Menschen des Landes Brandenburg widmen, ihren Nutzen mehren, Schaden von ihnen wenden…“), zu erfüllen? Ich bitte Sie, glauben Sie das etwa? Können Sie an die Ehrlichkeit eines Politikers in diesem Land wirklich noch glauben? Mal von einigen wenigen Einzelfällen abgesehen, kann man keinem glauben. Eher drängt sich in diesem Zusammenhang ein anderer Name auf: Pontius Pilatus. Seht alle her, mich wasche meine Hände in Unschuld. Ich habe es ja versucht, aber leider sind die Verhandlungen mit Berlin und dem Bund gescheitert. Leider werden die Bemühungen des Ministerpräsidenten scheitern und es wird ihm danach sehr leidtun. Das Spiel ist zu leicht zu durchschauen, Herr Platzeck. Oder wie es der Abgeordnete Hans- Peter Goetz (FDP) während der Sitzung im Landtag sagte: „Die Botschaft höre ich gern, aber so richtig fehlt mir der Glaube“, und fügte dann in deutlichen Worten hinzu. „Herr Ministerpräsident, verarschen Sie uns nicht, sonst geht der Sturm los.“ So stimmten dann am 27.02.2013 im Brandenburger Landtag 62 Abgeordnete für das Volksbegehren, 5 stimmten mit Nein und 14 enthielten sich. Somit war das Volksbegehren angenommen. Wer oder was steckt denn nun hinter diesem neuen Schachzug Platzecks? Etwa schon der neue Berater, Wilhelm Bender? Der Fraport Fehlplaner der Landebahn Nordwest am Frankfurter Flughafen, die täglich 200 000 Menschen neu, mit Fluglärmterror überzieht? Nein, der kann es nicht gewesen sein, der hat ja nun als Berater abgesagt. Warum? Am Geld kann es nicht gelegen haben, vielleicht wusste auch Bender nicht, wie das Licht im Terminal auszuschalten geht. Oder war es ein gewiefter Wahlkampfstratege der Bundes- SPD? Bald sind ja wieder
Bundestagswahlen und der Sog der Macht für die Genossen Steinbrück & Co ist stark. Der
Wahlkampf hat auch in Brandenburg begonnen. Oder ist es von Anfang an eine abgekartete
Sache zwischen Volksbegehren Initiator SPD- Mann Schubert aus Kleinmachnow und seinem
Parteichef Platzeck? Schubert, der durch den Verzicht auf den wichtigen zweiten Teil des
Volksbegehrens, der Standortfrage, das erste erfolgreiche Volksbegehren in Brandenburg
verstümmelte und viele Mitstreiter/innen betrogen hat? Sollen wir alle, also auch Sie, die
über 3000 Erkneranerinnen und Erkneraner, die für ein Nachtflugverbot unterschrieben
haben, auf diese perfide Weise hinters Licht geführt werden? Ist das, dass
Demokratieverständnis von Rot-Rot, so mit dem Volk umzugehen und des Volkes Stimme zu
achten.
Eines sollten wir aber trotz aller Fragen nach den Beweggründen und Zweifel an der
Glaubwürdigkeit dieses Sinneswandels von Rot-Rot nicht vergessen. Der Druck der Basis der
"Linken", trägt einen nicht unerheblichen Anteil am Geschehen. Der Forderung nach
Umsetzung des Wahlkampfversprechens "Nachtflugverbot von 22.00 bis 06.00 Uhr", ist es
mit zu verdanken, dass sich der Landesvorstand, die Landtagsabgeordneten und Minister
zum Handeln durchgerungen haben und sich beim Koalitionspartner durchsetzen konnten!
Nun lasst Taten folgen!
„Herr Ministerpräsident, verarschen Sie uns nicht, sonst geht der
Sturm los.“ (Hans- Peter Goetz)
Werden wir wieder und weiter „verarscht“ wird sich die Basis von SPD und Linken weiter
kritische Fragen gefallen lassen müssen.
Im Kampf gegen diese Ungerechtigkeit wird der Zorn der Menschen größer werden.
Handeln wir jetzt gemeinsam, oder wie Papst Gregor der Große schon um 540 in Rom sagte:
"Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr
dienstbar zur Hand geht."
Bald werden wieder tausende zornige Menschen auf den Straßen und Plätzen Brandenburgs
und Berlins gegen diesen falschen Standort und seine negativen Auswirkungen auf Mensch
und Natur demonstrieren. Werden sie auch dabei sein?
Empört Euch! Neuplanung jetzt!


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Infoblatt der Ortsgruppe Erkner des Bürgervereins Brandenburg Berlin e.V. 

Ausgabe September 2012
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
Bürgerinnen und Bürger in Erkner und in den Nachbargemeinden!
Erkner, „Die Stadt - zwischen Wäldern und Seen“, ist inzwischen die „Lärmstadt Erkner - zwischen Straßenlärm, Bahnlärm und Fluglärm“ geworden. So etwa ab 18 Uhr nimmt der Straßenverkehr in Erkner  vor allem in  der Friedrichstraße merklich ab.  Weil er am Tage alle anderen Lärme übertönt, werden erst ab dieser Zeit der Bahn- und Fluglärm richtig wahr genommen werden.  Wahrgenommen werden darum, weil der Bahn- und Fluglärm heute  nur ein Bruchteil dessen ist, was auf uns zukommen wird, wenn die Bahnstrecke und der BER voll am Netz sind. Ja, das ist es, was viele Mitbürger bis heute noch nicht verstanden haben. Es geht nicht um den Bahn- und Fluglärm jetzt. Nein, es geht um den Lärm in der Zukunft! Beim Fluglärm wird uns - nicht unerwarteterweise - Aufschub gewährt. Eigentlich sollten wir diesen Lärm schon seit 15 Wochen ertragen müssen. Ein glücklicher, fast wie vom Himmel gesandter Umstand bewahrt uns noch davor!  Mancher Mitbürger weiß das noch gar nicht zu schätzen!


Wann BER „Willy Brandt“ eröffnet wird, steht heute noch in den Sternen geschrieben. Ob es am 27. Okt. 2013 der Fall sein wird ist mehr als fraglich! Hoffentlich am „Sankt Nimmerleinstag“, um es mit Willy Brandts eigenen Worten auszudrücken. Doch gestatten Sie erst einmal einige Ausführungen zum Bahnlärm in Erkner. 
Die Bahntrasse durchquert der Länge nach die Stadt. Diese Strecke wird zur Hauptverkehrsader Deutschlands für den Güter- und Personenverkehr nach Osteuropa ausgebaut!  Die Trasse wird so ausgebaut, dass Güterzüge, je nach Transportgut, mit bis zu 120 km/h und Personenzüge mit bis zu 160 km/h durch den Bahnhof und die Stadt rasen können. Und was ist zum Schutz der Bürger vor diesem Bahnlärm geschehen?  So gut wie nichts!


Es gab mehrere Anhörungen der Anwohner.  Bei einer dieser Anhörungen war auch Herr Vogelsänger zugegen, seinerzeit noch  Vorsitzender der SVV und Bundestagsabgeordneter.
Er beschwichtigte die anwesenden Bürger damit, dass es aufgrund der Ausbaumaßnahme viel leiser als vorher werden würde. Wie er zu dieser Behauptung gekommen ist, wird wohl sein Geheimnis bleiben!
Wir glauben, er hat ungeprüft die Argumentation der DB übernommen.  Das genaue Gegenteil ist eingetroffen!
Trotz dieses Beschwichtigungsversuchs gab es mehr als 140 schriftliche Einwendungen.
Davon wurden nur 3 von der Bahn positiv beschieden.
Am Aufwendigsten war die Schallschutzwand an der Ernst-Thälmann-Straße.  Die wollte die DB erst einmal auch nicht zugestehen. Aber die Herren waren dann großzügig und bereit, eine Wand von 2 m Höhe zu genehmigen. Damit war die Vertreterin der Stadt nicht einverstanden und schlug 3 m vor. Die Bahnvertreter akzeptierten dies sofort. Waren sie doch damit insgesamt äußerst billig davongekommen. So ist als einziges, nennenswertes Zugeständnis der DB diese kümmerliche Schallschutzwand übrig geblieben. Auch vom Bürgermeister und der SPD, CDU-Regierungsfraktion war nicht weiter Hilfreiches für die Anwohner zu vernehmen.
Es dauerte jedoch nicht lange und der vormalige Erkneraner Bürgermeister und der CDU-Fraktionsvorsitzende, sowie einige weitere Anwohner der Rudolf-Breitscheid-Straße beschwerten sich in Zeitungs- und Fernsehinterviews über den nicht auszuhaltenden Bahnlärm. Daraufhin wurde die Stadtverwaltung aktiv und verlangte von der DB eine weitere Schallschutzwand auf der Seite dieser Anwohner.  Die DB lehnt dies bis zum heutigen Tag ab.


Was die Anwohner der Rudolf-Breitscheid-Straße für sich beanspruchen, reklamierten auch die Anwohner in der Bahnhofsiedlung, Gerhart-Hauptmann-Straße und Karutzhöhe für sich. Letztendlich einigten sich betroffene Bürger mit dem Bürgermeister und der Stadtverwaltung folgendermaßen:  Es werden nicht nur Schall- und Erschütterungsmessungen in der Beust- und Fürstenwalder Straße, sondern auch  Im Winkel/Fichtenauer Weg in der Bahnhofsiedlung, der Gerhart-Hauptmann-Strasse und in Karutzhöhe durchgeführt. Desweiteren wurde vereinbart, dass wir über alle Messungen und Folgerungen daraus informiert werden.
Seit August vorigen Jahres soll nun schon diese Bahnlärmuntersuchung durchgeführt werden.  Mit dem Ziel, anhand der Schallpegelwerte die Bahn zu weitergehenden Schallschutzmaßnahmen zu zwingen.
Die Maximalforderung ist die Temporücknahme beim Güterverkehr auf 60 km/h  und des Weiteren die Errichtung einer durchgehenden Schallschutzwand durch Erkner sowie im Bedarfsfall Schallschutzmaßnahmen an den Häusern.


Weil die Strecke noch nicht fertig ist, fahren jetzt noch verhältnismäßig wenig Güterzüge. Darum gab es bisher noch nicht die Chance, eine aussagekräftige Lärmuntersuchung durchzuführen.
Ein erster Versuch wurde jetzt vom 6. bis 10. August unternommen.
Ob der Güterzugverkehr für ein aussagefähiges Ergebnis ausgereicht hat, ist  noch nicht bekannt.  Seitens der Stadtverwaltung heißt es, das Ingenieurbüro ist noch bei der Auswertung.
Mit dem Ausbau der Bahnstrecke verhält es sich also  wie mit dem Bau des Flughafens. Es zieht sich alles lange hin. Was wir auch in diesem Fall als ein großes Glück ansehen!

Gegen das größte Pleiten-, Pech- und Pannenprojekt Brandenburgs kämpfen wir, der Bürgerverein Brandenburg-Berlin, seit Anbeginn der Planung. Um es auch an dieser Stelle klarzustellen, wir sind keine Flugplatzgegner!
Wir sind Gegner des Standortes in Schönefeld. Für einen Großflughafen, ein Internationales Drehkreuz,
ist Schönefeld der falsche Standort! Das ist das ganze Übel!  Die 3. Start- und Landebahn ist von der Flughafen-Gesellschaft schon fest geplant. Frei nach dem Motto, was interessiert mich das Gedöns des Brandenburger Landtages. Dazu darf es niemals kommen! Das muss verhindert werden! 


Für einen Flughafen in dieser Größenordnung war von Anfang an Sperenberg der richtige Standort!
Wir haben dieses Projekt mit vielen Verfahren durch alle Gerichtsinstanzen dieser Republik begleitet. Alle Verfahren wurden von den Mitgliedern des Vereins und mit Sympatisantenspenden bezahlt!
Bisher sind wir an der Arroganz, der Ignoranz und vor allem an der Inkompetenz der verantwortlichen Politiker gescheitert.  Aber was am Schlimmsten ist, wir sind auch an den politikhörigen und als von der Politik abhängig entlarvten Richtern des Bundesverwaltungsgerichts gescheitert. Von unabhängigen Richtern keine Spur!
Sie haben nur die an der Wirtschaftlichkeit orientierten Argumente der Politiker und der Lobbyisten berücksichtigt und diese weit über die gesundheitsschädigenden Auswirkungen auf zehntausende betroffene Menschen in dieser Region gestellt. Die Erkenntnis aus anerkannten Studien, dass „Lärm krank macht und zum Tode führen kann“ wurde einfach ignoriert. Die Aussage, dass etwa 15% der dem Fluglärm ausgesetzten Kinder Konzentrations- und somit Lernschwierigkeiten bekommen werden, wurde vom Gutachter der Flughafengesellschaft bestätigt, aber als hinnehmbar abgetan. Die Richter sahen das auch so.
Dazu wird Zehntausenden, auch uns in Erkner und in den Nachbargemeinden, die Lebensfreude genommen, weil wir nicht mehr den Außenbereich, weder Terrasse noch Garten unserer Grundstücke nutzen können.
Auch die Natur mit den herrlichen Wäldern und Seen hat keinen Erholungseffekt mehr. Über das Gebiet von den Havelseen bis zu den Grünheider Seen wird sich ein Lärmteppich wie Mehltau legen!
Von diesen Bundesverwaltungsrichtern wurden die Menschen zur Einsperrung in Akustikkäfige  verurteilt!
Was sind das für Richter?  Und was ist das für ein Ministerpräsident in Brandenburg? 


Als Herr Platzeck noch Umweltminister war, hat er im Oktober 1994 in einer amtlichen Stellungnahme zum Verkehrsflughafen BBI, unter der Überschrift „Lärmbedingte Gesundheitbeeinträchtigungen“ verkünden lassen, dass die Bewertungen der Gesamtaussagen unter Bezug auf eine - wenige Tage vorher - bekannt gewordenen „lärmmedizinisch- epidemiologischen Untersuchung“ (also einer Untersuchung der Verbreitung von gesundheits- und krankheitsbezogenen Zuständen auf die betroffene Bevölkerung) wie folgt noch verschärft werden!: 
„Aus der Sicht des Immissionsschutzes ist wegen der großen Anzahl lärmbeeinträchtigter Menschen, die insbesondere bei Nachtflugverkehr mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Herzinfarktrisiko ausgesetzt werden würden, der Standort Schönefeld-Süd auszuschließen,  um das grundgesetzlich geschützte Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (GG Art. 2) gewährleisten zu können“!

Der damalige Ministerpräsident Stolpe hat zur selben Zeit - im Wissen darum - bis zu seiner unverzeihlichen Zustimmung zum Standort Schönefeld 1996, von einem „unmenschlichen Standort“ gesprochen.
Es ist nicht zu fassen! Schon 1994 wurde höchstamtlich die Unmenschlichkeit des Standortes festgestellt.
Wie konnte der spätere Ministerpräsident Platzeck, der diesen Erlass als Minister herausgegeben hat,
später wider besseren Wissens, so mir nichts dir nichts an diesem, heute auch wieder von ihm als falsch bezeichneten Standort, festhalten? Das sind keine verantwortungsbewussten Politiker, das sind nur Sprücheklopfer, die ihr Mäntelchen nach dem Wind drehen!
Wo Herr Platzeck jetzt den Glauben hernimmt, sich mit den betroffenen Menschen versöhnen zu können, weil er ihnen jetzt „ganz großzügig“  die, wie er sagt „exzellenten Lärmschutzmaßnahmen“ zugesteht, die er vor Jahren selbst in den Planfeststellungsbeschluß schreiben ließ, ist mir völlig schleierhaft!
Ignorante, arrogante Politiker gibt es nicht nur in Berlin und Potsdam, sondern auch hier in Erkner. Herr Vogelsänger und der Altbürgermeister und neueste Ehrenbürger dieser Stadt, Herr Schulze, rühmten sich schon vor Jahren, wie z.B. in der Stadtverordnetenversammlung im Juni 2004 „schon immer für den Flughafen Schönefeld gewesen zu sein“. Sie versprachen den Menschen in Erkner viele Gewerbeansiedlungen und Zuzug von vielen potenten Steuerzahlern. Der Bürgermeister und die Stadtverwaltung können heute keinen Betrieb oder Bürger benennen, der wegen des BER hier zugezogen ist.
Herrn Vogelsänger kennen wir als knallharten Befürworter für den Standort Schönefeld ohne Rücksicht auf Verluste und seine Mitbürger. Die Mehrheit der Mitglieder der SPD Ortsgruppe Erkner, Gosen, Neu Zittau sind ihm gefolgt - und folgen ihm auch heute noch. Dies gilt es sich für die kommenden Wahlen zu merken, denn der Kampf gegen den Fluglärm ist noch lange nicht beendet! Der neue Flughafen in Schönefeld ist gebaut. Ein Regionalflughafen ist nicht mehr zu verhindern.  Das wissen wir!  Keinen Fluglärm wird es nicht geben.  Das wissen wir auch!  Deswegen ist es immens wichtig, das strikte Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr ohne Ausnahmegenehmigungen durchzusetzen. Die in Aussicht gestellte Ruhezeit  von 0 bis 5 Uhr, die  ganz großzügig als Nachtflugverbot von 0 bis 5 Uhr bezeichnet wird, ist eine Verhöhnung zehntausender betroffener Anwohner rings um den Flughafen. Sie kann auch noch, zu allem Übel, mit unzähligen Ausnahmegenehmigungen umgangen werden.

Diese Regelung grenzt an eine vorsätzliche Körperverletzung.

Sie ist den verharmlosenden profitsüchtigen Geschäftemachern und den ihnen hörigen Politikern anzulasten.
Fordern Sie deswegen, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, die Menschen auf, sich am Volksbegehren für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr zu beteiligen!

Es ist wissenschaftlich belegt: Eine laufend gestörte Nachtruhe macht krank und kann zum Tod führen! 

Rede von Manfred Albrecht, Sprecher der BVBB Ortsgruppe Erkner,
auf der Demo in Erkner am 22.08.2012


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Infoblatt der Ortsgruppe Erkner des Bürgervereins Brandenburg Berlin e.V. 

Ausgabe August 2012
Am 3.6. sollte der BER, der „größte Provinzflughafen der Welt“ eröffnen. In der Geschichte dieses Bauvorhabens war es bereits der achte Versuch, diesen Flughafen fertig zu stellen. Die ersten Versuche waren bereits in den Jahren 1997, 2000, 2003, 2004, 2007, 2010 und 2011. Am 3. Juni 2012 sollte es dann wieder einmal so weit sein. Der Aufsichtsratsvorsitzende der FBB Wowereit (SPD) hatte schon den Sekt kalt gestellt. Wir kennen das
Desaster, dass den Steuerzahler das letzte Hemd kosten wird. Nach August 2012 soll es jetzt der 17. März 2013 sein. Jeder Tag, den der BER nicht eröffnet, ist ein etwas ruhigerer Tag für unsere Region. Aber jeder Tag kostet Geld. Es ist das Geld, das bald an allen Ecken und Enden in den Haushalten der Länder Brandenburg und Berlin fehlen wird. Schon jetzt ist es aber auch kein Geheimnis: Der BER ist zu klein. Es ist abzusehen, dass seine Kapazitätsgrenzen erreicht werden und dann wird die dritte Start und Landebahn folgen.


Wie es wirklich wird, wenn der Tag X gekommen ist und die ersten von täglich rund 500 Maschinen beim Landeanflug die Region Erkner in die Lärmzange nehmen, können sich zur Zeit nur wenige vorstellen. Was ein Lärmteppich ist, werden wir dann wissen. Dieser 60x40 km große Lärmteppich wird sich dann von Stahnsdorf, Ludwigsfelde, Rangsdorf im Westen bis Königs Wusterhausen, Gosen - Neu Zittau, Grünheide, Rahnsdorf im Osten ausbreiten. Es wird je nach Lage des Wohnortes ein Dauerschallpegel von 40-70 dB(A) erreicht werden. Dauerschallpegel von früh um 5.00 Uhr bis nachts um 0.00 Uhr. Aber denken sie nicht, dass dazwischen Ruhe ist. In Frankfurt/Main wurde das dortige Nachtflugverbot im Monat Mai nur in einer einzigen Nacht eingehalten. 217 Starts und Landungen zwischen 23.00 und 5.00 Uhr genehmigte das Hessische Verkehrsministerium im Mai.
Schlechtes Wetter und Verspätungen sind die Hauptgründe dafür gewesen.


Ihre Landesregierung, unter Führung von Mathias Platzeck (SPD), hat mit seinem Planergänzungsbeschluss "Lärmschutzkonzept BBI" vom 20. Oktober 2009 den Flugbetrieb von 22.00 bis 0.00 Uhr sowie von 5:00 bis 6:00 Uhr grundsätzlich zugelassen. Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, unter Minister Jörg Vogelsänger (SPD), hat ab dem Tag X für Sie den Nachtschlaf auf nur 5 Stunden, von 0:00-5:00 Uhr festgelegt. Das können wir nicht hinnehmen. Der BVBB unterstützt das Volksbegehren für ein Nachtflugverbot von 22.00-6.00 Uhr. Unterstützen auch Sie bitte dieses Volksbegehren mit ihrer Unterschrift und tragen Sie mit dazu bei, dass wir auch in Zukunft ausreichend Schlaf finden werden.


Der endgültige Ausweg aus dieser Misere ist der Alternativvorschlag des BVBB e.V. zu einem „richtigen Zentralflughafen für Deutschland“ und der Nachnutzung der Gebäude und Anlagen am falschen Standort in Schönefeld. 


BVBB Ortsgruppe Erkner


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M. Hausmann aus Erkner sagt:

Der Flughafen BER in Schönefeld widerspricht dem Grundgesetz und erschüttert die Grundfesten unserer Demokratie, weil...

...laut Art. 1, Abs. 1 (GG) die Würde des Menschen unantastbar ist.

Der Standort Schönefeld ist menschenverachtend. Er belastet hunderttausende Menschen durch Lärm und Flugzeugdreck. Die Entscheidung pro Schönefeld wurde gewiss nicht „im Namen des Volkes“ getroffen, wünscht sich doch eine deutliche Mehrheit keinen Flughafen in Schönefeld.(siehe Forsa-Umfrage vom 27.01.12)

Zudem ist es unwürdig, das Wohle von Menschen gegeneinander auszuspielen. Die Eröffnung von Schönefeld sei sehr positiv, so der Regierende Bürgermeister von Berlin und zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafens BER (!), Klaus Wowereit (SPD), da so unzählige Menschen in und um Tegel entlastet würden. Fast schon verzweifelt fordert der gleiche Bürgermeister „Berliner, bekennt euch endlich zum Flughafen!“ - und fördert damit kaum das Zusammenwachsen von Berlinern und Brandenburgern. Mit der Würde von Menschen spielen und Menschen gegeneinander ausspielen, es zieht sich wie ein roter (!) Faden durch die Biografie eines Bürgermeisters, der vor einigen Jahren aus der Region wegzog, die nun durch den BER mit am Stärksten von Fluglärm belastet sein wird. Ein Bürgermeister, in dessen Straße von 22 bis 6 Uhr Nachtruhe herrscht (denn dies ist die gesetzlich festgesetzte Nacht!). Herr Wowereit sieht dies gewiss nicht so. Dennoch lehnt er bislang jeglichen Besuch der betroffenen Region kategorisch ab. Schon mehr als 30 Einladungen der „Friedrichshagener Bürgerinitiative“ wurden ausgeschlagen. Eine komplette Region wird vom Landesvater aufgegeben! Höchst menschenunwürdig...
 
Doch schauen wir nach Brandenburg. Auch dort finden wir einen roten Faden. Er ist der Faden von Ministerpräsident Matthias Platzeck (ebenfalls SPD). Beide Fäden der Landesväter werden mitnichten vom Bürger in der Hand gehalten – sondern von  Wirtschaftslobbyisten und vom Kapitalismus in seiner pervertiertesten Ausprägung!

...laut Art. 2, Abs. 1 (GG) jedermann das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit besitzt und laut Art. 2, Abs. 2 (GG) jedermann das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit besitzt.

Der Flughafen Schönefeld nennt sich offiziell „umweltverträglicher Flughafen“ und stellt sich in Interviews als „guter Nachbar“ dar. Zwei Begriffe, die bei der Wahl zum „Unwort des Jahres“ sicher ganz weit oben landen würden.
Doch was erwartet man von einem „guten Nachbarn“ eigentlich? Einerseits, dass er immer höflich ist und nicht ständig zu laute Partys feiert. Man erwartet, dass er seinen Dreck nicht über den Gartenzaun wirft und vor allem aber, dass er seine Grenzen einhält. Man stelle sich vor, der gute Nachbar BER baut seine dritte Start- und Landebahn einfach mitten durch das Grundstück seiner „guten Nachbarn“. Man könnte sagen, dass Recht auf „freie Entfaltung“ besitzt nur der Flughafen – schließlich kann und wird er sich so frei entfalten, wie er will...
Nein, der neue Eigentümer BER wird sicher nicht mit Brot und Salz empfangen...
 
Zahlreiche anerkannte Studien zeigen: Wer von Fluglärm betroffen ist, der leidet verstärkt an Bluthochdruck und die Gefahr, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden, steigen. Was nützt mir also mein „Recht auf Leben“, wenn ich tot bin? Oder ich vom Flughafen tot gemacht wurde... Dann doch lieber das „Recht auf körperliche Unversehrtheit“. Ein „körperlich unversehrter“ Mensch an sich ist schon eine Utopie. Oder kennen Sie einen solchen Menschen? Ganz gewiss sind alle von uns körperlich (und geistig übrigens auch) nicht „unversehrt“. Wir reden von einem Flughafen BER, der bis zu einer Million Menschen (die einen davon viel, die anderen weniger stark) körperlichen wie seelischen Schaden zufügen. Sollten wir nun nach einem Schlaganfall gegen den Flughafen vor Gericht ziehen? Ganz sicher nicht! Einerseits, weil es schon an sich ein ulkiger Prozess würde, andererseits aber, da wir hier von deutschen Gerichten sprechen! Das sind Gerichte, die die gesetzliche Nacht (22-6 Uhr) kurzerhand auf 0-5 Uhr reduzieren, da sonst der Flughafen BER „nicht wirtschaftlich“ arbeiten könne. Es sind Gerichte, die Gefahr laufen, abseits den Werten unserer Gesellschaft zu existieren. Gerichte, die jegliche Legitimation in diesem Staat verloren haben.

...laut Art. 7, Abs. 1 (GG) das gesamte Schulwesen unter der Aufsicht des Staates steht.


Gewiss muss das Wohl des Einzelnen hinter den Interessen Vieler etwas zurückstehen. Hierfür hat das Grundgesetz die Möglichkeit der Enteignung zugunsten dem Wohle der Allgemeinheit (Art. 14, Abs.3) geschaffen.
Aber was passiert, wenn auch das Wohl einzelner Kinder massiv beeinträchtigt wird? Und ab wievielen Kindern ist eine Gruppe überhaupt noch „einzeln“? Genießen Kinder in unserer Gesellschaft nicht besonderen Schutz?
Es liegt auf der Hand: Die Politik vertritt, auf dem Papier, die Interessen des Volkes. Folglich nehmen wir alle offensichtlich mehrheitlich in Kauf, dass unsere Kinder durch Fluglärm massiv in ihrer Entwicklung gestört werden. Es liegen nachweislich mind. zwei Grundschulen in der Einflugschneiße des Flughafens BER. Dankenswerterweise wurden diese Schulen umgehend mit Schallschutzmaßnahmen bedacht und bekamen künstliche Belüfter eingebaut. Doch betonen wir nicht immer, wie wichtig es ist, „draußen an der frischen Luft“ zu sein. Warum bauen wir Klassenräume zu Akustikkäfigen um, als seien wir bei einer Tonbandaufnahme im Orchester?  Und in welchen Räumen halten sich unsere Kinder in den großen Pausen auf? Hoffentlich nicht im Freien, denn dort herrscht nicht nur Lärm, sondern auch noch schlechte Luft. Man kann nur hoffen, dass es unseren lieben Kleinen kein Flugzeugenteisungsmittel auf die Pausenbrote rieselt...
 
Ein Flugzeug „in unmittelbarer Entfernung“ erreicht einen Lärmpegel von bis zu 120 dB (A)! Studien zeigen, dass bereits bei einer Lärmbelastung von 40 dB(A) die Konzentration eines Menschen erheblich gestört werden kann (dies entspricht einer „leisen Unterhaltung“). Man kann sich ausrechnen, ab wie viel dB(A) dies für Kinder gelten mag, die sich nach dem Mittagessen bei den Hausaufgaben an einer kniffligen Mathe-Aufgabe ausprobieren wollen oder müssen. Da hilft dann leider auch kein Lüften – und das kurze Nickerchen zwischendurch oder nach getaner Arbeit fällt auch weg...
 
Welcher demokratische Staat gönnt diesen unkonzentrierten, unausgeglichenen und unausgeschlafenen Kindern dann auch nur noch fünf Stunden Nachtruhe, um sich zu erholen?
Kurzum: Wann immer Verbrechen gegen Kinder begangen werden, schreien wir – völlig zurecht – auf. Bedenken Sie bitte: Wir machen uns und unsere eigenen Kinder krank! Wir schädigen Kinder in der prägendsten Phase ihres Lebens nachhaltig. Kritisieren wir sie dann bitte später aber auch nicht, wenn sie in der Schule scheitern, im Beruf scheitern, im Leben scheitern. Jede Gesellschaft besteht  Menschen, die sie selber produziert (mit den Worten der Wirtschaft gesprochen)


...laut Art. 139 (GG) der Sonntag und die staatliche anerkannten Feiertage als Tage der „seelischen Erhebung“ gesetzlich geschützt sind.


Diese kurze Betrachtung will ich mir nicht verkneifen. Sie ist ein weiterer Beweis dafür, dass unser Grundgesetz leider nicht für alle gilt. Es findet Anwendung bei Herrn Günther, der Sonntagmorgen nach dem Kaffee seinen Rasen mäht und bei Frau Kleinschmidt, die beim Sonnen auf der Terrasse Radio hört. 

Es findet keine Anwendung beim Flugbetrieb. Und so werden wir auch am letzten, am biblischen Ruhetag, mit freundlicher Unterstützung der christlich-demokratischen Partei (die diesen Flughafen mit beschloss), Morgen für Morgen um Punkt 5 Uhr aus den Betten gerissen. Eigentlich die ideale Zeit, um mal eben Herrn Wowereit  anzurufen. Leider ist dies nicht möglich, denn Herr Wowereits Nachtruhe dauert ja um 5 Uhr bekanntlich noch eine weitere Stunde an...


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ZDF Politbarometer vom 10.02.2012 
Verständnis für Fluglärm-Demos
Gegen Fluglärm, Nachtflüge und den Ausbau von Flughäfen gibt es zurzeit in verschiedenen deutschen Städten Demonstrationen. Die Forderung nach weniger Fluglärm ist für viele nachvollziehbar: 77 Prozent haben für das Anliegen der Demonstranten Verständnis, 20 Prozent haben das nicht (weiß nicht: drei Prozent). 
Dabei sagen mit 81 Prozent die meisten Befragten, dass sie nicht von Fluglärm betroffen sind, bei 14 Prozent gibt es nach eigenen Angaben Fluglärm, den sie aber nicht als störend empfinden und fünf Prozent leiden zu Hause oder am Arbeitsplatz unter Fluglärm.
Forsa-Umfrage zum Standort BER-Schönefeld
Hauptstadtflughafen? Nein, danke: Die meisten Berliner wollen lieber die drei kleineren Airports in Tegel, Tempelhof und Schönefeld, anstatt des neuen Hauptstadtflughafens. Das zeigt eine Exklusiv-Umfrage von Forsa für die Berliner Zeitung.
Die Entscheidung für Schönefeld als alleinigen Flughafenstandort der Region stößt bei den Berlinern auf starke Skepsis. Laut einer neuen Forsa-Umfrage im Auftrag der Berliner Zeitung vertreten 50 Prozent der Hauptstädter die Ansicht, es wäre besser gewesen, wenn es bei den früheren drei kleinen Flughäfen geblieben wäre. Lediglich 43 Prozent der Befragten halten die Entscheidung für einen einzigen Standort für richtig. Der Willy-Brandt-Flughafen soll am 3. Juni in Betrieb gehen. Noch im Sommer war sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) ganz sicher: „Die absolute Mehrheit ist für den Flughafen und freut sich auf ihn“.
Quelle: Berliner Zeitung vom 27.01.2012

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Stadt Erkner bestätigt im ODF-TV Fernsehen für Ostbrandenburg (07.02.2012) und auf der Homepage Erkner ca. 400 Flugzeugen pro Tag, heißt Überflüge im 3 Minuten-Takt.

Ab 03.06.2012 werden bei Westwind (ca. 2/3 des Jahres) bis zu 160 Flugzeuge pro TAG den Anflug in Nord-Erkner (Flakensee) nach Schönefeld nutzen, davon 16 Flüge nachts. Weiterhin werden die 10 schwersten, startenden Maschinen über Erkner geleitet. Hinzu kommen 240 Maschinen täglich, die über den Karutzsee  (z.B. Karutzhöhe, Buchhorst) Süd-Erkner nach Schönefeld fliegen. Da die Route über den Karutzsee sehr nahe am Stadtzentrum von Erkner liegt, ist davon auszugehen, dass auch diese Überflüge deutlich im Zentrum zu hören sein werden. Im Klartext würde dies für Erkner bei Westwind eine Zahl von 410 landenden/startenden Flugzeugen pro TAG  bedeuten. Dies entspricht einem Überflug im ca. Drei-Minuten-Takt (bei 19 Stunden Flugbetrieb)!

Zum ODF-TV Beitrag vom 7.2.12 (bitte dort auswählen) zum Thema Lärm und Routen. Mit Interviews von Heinrich Jüttner (Bürgermeister Schöneiche) und Clemens Wolter (Stadtverwaltung Erkner).

Bei Ostwind (ca. 1/3 des Jahres) werden 60 startende Flugzeuge der Nordbahn täglich die Stadt Erkner überfliegen. Die relativ „geringe“ Zahl kommt daher zustande, da die Mehrzahl der Flieger, wie der Presse zu entnehmen war, die Route über den Müggelsee nehmen wird.

Und es kommt vielleicht noch schlimmer, weil: Die vorgestellten Routen vom 26.02.2012 sind „nicht in Beton gegossen“, sagte der Bundesminister für Verkehr, Peter Ramsauer (CSU)
Dies bedeutet ggf. abermals erneute Betroffenheiten - die mit dem weiteren Ausbau vom BER noch steigen werden - und Doppelbelastungen für weitere Orte, somit ein Fass ohne Boden. Es sind gesundheitliche Folgen wie Schlafstörungen, Schlaganfall und Herzinfarkt zu erwarten. Kinder werden nicht nur im Schlaf -Ohren schlafen nie-, sondern auch tagsüber im Freien und in der Schule in ihrer Konzentration gestört. Hinzu kommt der Wertverlust von Grundstücken und Häusern.  Dies alles ist ein unerträglicher Zustande und Deutschland entfernt sich somit zusehends vom Prinzip des „sozialen Rechtsstaats“ z.B.(Art. 20 GG).

Der regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens und fordert im Parlament ein Ende der Debatte. Diese Verflechtung von Politik und Wirtschaft ist skandalös und Herr Wowereit disqualifiziert sich in dieser Doppelrolle als „Volksvertreter“.

Kämpfen Sie für Ihre Rechte und lassen Sie sich nicht weiter belügen.
Gehen Sie zu den Großdemonstrationen. Überlassen Sie unsere Heimat nicht der Politik und der Wirtschaftslobby.

Wir kämpfen u.a. für ein Nachtflugverbot von 22 – 06 Uhr!

Mit kämpferischem Gruß
M. Hausmann
- Erkner -

P.S.
In diesem Zusammenhang werden weitere Helfer/innen für die verschiedensten Aufgaben benötigt. Bitte melden Sie sich unter folgender e-mail-Adresse:

erkner-gegen-laerm@gmx.de